10 September 2015

Rolling Oldies & friends im Gotthard-Massiv

Vom 2. bis 8. September unterwegs auf nicht skatebaren Pisten auf dem leicht abgewandelten 4-Quellen-Weg in der Schweiz

4-Quellen-Weg

Weil uns die vom 4-Quellen-Weg-Führer vorgeschlagene Route ziemlich heftig erscheint, splitten wir die letzten beiden Etappen auf jeweils zwei Tage auf. Evy, Thom, die Büttis und Klees akklimatisieren sich schon zwei Tage vor dem Start im Gasthof Piz Calmot in Oberalppass.



1. Etappe:

Vom Oberalppass (2044 m) über die Rheinquelle zur Vermigel-Hütte (2042 m)



2. Etappe:

Von der Vermigel-Hütte über den Giübin zum Gotthardpass
An diesem Tag spielt uns das Wetter übel mit: Nebel und Hagel machen uns wirklich zu schaffen, und von dem umgebenden Bergpanorama ist buchstäblich nichts zu sehen. Völlig durchnässt erreichen wir das Albergo San Gottardo.



3. Etappe:

Vom San Gottardo zur Piansecco-Hütte (1988 m)
An diesem Morgen sind wir schon drauf und dran, einen tiefergelegenen Fahrweg zu wählen, aber der unverwüstliche Optimist Thom überzeugt uns, doch über den Pass zu gehen. Und das Wetter klart auf!

4. Etappe:

Von der Piansecco-Hütte nach Ladstaffel, dann mit dem Bus nach Ulrichen

5. Etappe:

Von Ulrichen mit dem Zug nach Oberwald, dann zu Fuß hoch nach Gletsch, mit dem Postbus zum Furkapass und weiter zu Fuß zur Sidelenhütte (2708)

Man könnte mit der historischen Dampf-Zahnradbahn fahren, mit 29 Franken Zuschlag auf den regulären Fahrpreis. Der Bus, den wir stattdessen nehmen wollen, ist leider ein Bedarfsbus. Wenn ihn am Vortag niemand anfordert, fährt er schlicht nicht! Der nächste, reguläre, kommt erst ein zwei Stunden. Machen wir uns halt zu Fuß auf zum 1. Teil der Wanderung nach Gletsch.

Wie der Name des Hotels besagt, gilt der kleine See mit der Fontäne als Rhonequelle - auch wenn die vom Gletscher kommt. Mit dem Postbus fahren wir dann beeindruckende Serpentinen und über den Furkapass zum Furka-Belvedere.

Start zum 2. Teil der Wanderung zur Sidelenhütte

Die Hütte ist erreicht - und es klart auf!

Und was ist das denn: Marion und Klaus auf dem Rückweg vom Klo ... man wird fotografiert!

Bergpanorama bei der Sidelenhütte
Und so sieht es rings um die Hütte aus

6. Etappe:

Von der Sidelenhütte (2708 m) auf dem Nepali-Highway über die Albert-Heim-Hütte (2543m) nach Tiefenbach

Rolling Oldies vor der Sidelenhütte
Vor dem Start: Getrud und Walter bewirtschaften die Hütte schon in der dritten Saison und haben sich an das abgelegene Herzhäuschen gewöhnt. Die zwei Zürcherinnen, Dani und Esther, haben wir unterwegs adoptiert - Rolling Oldies internationalisieren sich weiter... :-)

Kurz vor sechs Uhr morgens dieses unglaubliche Orange !!! Und bald gibts Frühstück...

In der Hütte hängt ein Werbeplakat für Bergstiefel mit einer Massenansammlung von Bergsteigern auf dem Kleinen Kamel. Selbiges entdecken wir am nächsten Morgen, auf dem Weg zum Klo, direkt gegenüber!


7. Etappe:

Von Tiefenbach nach Andermatt
In Andermatt feiern wir den erfolgreichen Abschluss bei einer leckeren Schweizer Käsefondue. Evy und Thom fahren mit den Büttis am nächsten Morgen nach Berlin zurück, während die Klees, Bettina und Siggi noch einen Tag in der Therme Vals relaxen.

Es kommen noch mehr Details und Fotos...

06 September 2015

Fränkische-Schweiz-Marathon 2015



Ein Wochenende in der Fränkischen Schweiz
Was zieht die Rolling Oldies am ersten September-Wochenende ins fränkische Ebermannstadt? 
Am Ebermann
Natürlich der Fränkische Schweiz-Marathon. Dieses Jahr kamen fünf Oldies. Bereits die Anreise am Freitag-Abend aus östlicher Richtung war beeindruckend. Links und rechts des Flüsschens Wiesent, an dem sich die Straße entlang windet, ragen zwischen den Wäldern hohe Felsen auf, die teilweise von Häusern und Burgruinen besetzt sind und in der Dämmerung effektvoll angestrahlt werden. Ab Behringersmühle konnte gleich die Strecke besichtigt werden, was zu Diskussionen führte, ob die Anstiege zu steil oder die Abfahrten zu rasant sein könnten – alles ist relativ. 



Den Sonnabend nutzten wir dann nach einem ausführlichen Frühstück für eine kleine Tour auf dem Radweg entlang der Bundesstraße und sahen uns das Ganze noch einmal im Hellen an. Dabei lockte uns das kleine Gasthaus „Brückla“ an der Talbrücke von Muggendorf mit frischen Kräutern und Steinpilzen und dem Duft von Knoblauch aus der Küche. Leider hatten wir noch keine Hunger, so kosteten wir nur die Getränke. Aber nachdem wir am Nachmittag, inzwischen verstärkt durch einen  befreundeter Läufer, bei Kuchen und Kaffee am Marktplatz von Ebermannstadt die Bambini- und Schülerläufe verfolgt hatten, zog es uns nochmal nach Muggendorf zurück, wo wir die leckeren Bandnudeln mit Steinpilzen dann doch noch probierten. Unbedingt empfehlenswert!
 
Aber wir waren ja nicht nur zum Spaß hier, sondern zum Rennen. Immer wieder fragten wir die Smartphons nach dem Wetter, besonders nach einem kleinen Regenschauer am Nachmittag und Nieselregen vorm Schlafen gehen. Aber wir hatten Glück: Am Sonntag-Morgen war es zwar mit 9 Grad zwar ganz schön kühl, aber trocken, und auch die Straße war fast abgetrocknet. Um 8:25 Uhr ging‘s dann los, die ersten 10 km in Richtung Forchheim bis zur Wende in Weilersbach und zurück nach Ebermannstadt, die zweite Schleife dann talaufwärts bis Behringersmühle. Wir waren ein super 5er-Team vom Start bis zum Ziel. Schön war auch, dass durch die Streckenplanung Gelegenheit war, zweimal die Skater-Profis und die Marathon-Läufer zu sehen, als sie uns auf der Gegenfahrbahn entgegen kamen.

Der Sieger bei den Männern, Felix Rijhnen, fuhr das ganze Rennen allein, sozusagen als Einzelzeitfahren. Wir hatten es da zu fünft gemütlicher und konnten nebenbei das schöne Tal bewundern, zu dem wir zwischendurch dank einheimischer Mitskater auch noch Erklärungen bekamen.

Insgesamt war es ein super schönes Wochenende, nochmal danke an Frank für die Idee und Organisation, und danke an die Organisatoren in Ebermannstadt und an der Strecke. Die Rolling Oldies kommen bestimmt wieder!

Text: Kerstin
Fotos/Film: Detlef